Automatisierung

DevOps ist nicht Chef und Puppet

Blog Post
   12. Juni 2017
Für manche IT-Manager ist DevOps gleichbedeutend mit Tools wie Chef und Puppet. Das ist ein großes Missverständnis, denn DevOps ist in erster Linie kein technisches Konzept, sondern ein organisatorisches. Ohne eine ganzheitliche DevOps-Kultur verläuft der Ansatz im Sand.

Die DevOps-Bewegung nimmt sich der Automatisierung von IT-Prozessen an, die ansonsten manuell durchgeführt werden müssten. Eine manuelle Abarbeitung von IT-Vorgängen ist heute alles andere als optimal: sie ist zeitaufwändig, intransparent und entzieht sich einer professionellen Qualitätskontrolle. Tools wie Chef und Puppet unterstützten bei der Automatisierung und Konfiguration und gelten bei vielen als die DevOps-Heilsbringer.

Die meisten vergessen aber: Chef, Puppet und andere Automatisierungs-Tools sind nur einzelne Werkzeuge, die genutzt werden, um Teile einer DevOps-Strategie umzusetzen. Diese Werkzeuge behandeln nicht den ganzen Bereich von DevOps - und vor allem behandeln sie ihn nicht ganzheitlich.

Im Wesentlichen lässt sich DevOps durch fünf Punkte charakterisieren. DevOps - in einem weiteren Sinn - ist ein Ansatz,

  • der Menschen, Prozesse und Werkzeuge zusammenführt

  • in dem Unternehmer, Entwicklungsteams, operative Teams und Qualitätssicherungsabteilungen zusammenarbeiten,

  • mit dem Ziel Software kontinuierlich und automatisiert auszuliefern -

  • und zwar so, dass es dem Unternehmen ermöglicht wird, agiler zu sein und schnell Marktchancen zu ergreifen

  • und gleichzeitig die Zeit reduziert werden kann, um Kunden-Feedback und Trends in die Produkte einfließen zu lassen.

Jeder einzelne Punkt ist notwendig und erst alle zusammen machen das aus, was DevOps ist. Menschen, Prozesse und Tools sind alle wichtig, um DevOps im Unternehmen erfolgreich zu machen. Ohne eine DevOps-Kultur werden nicht die gewünschten Ergebnisse geliefert, welche Prozesse oder Werkzeuge Sie auch immer bereitstellen.

Die vier Säulen von DevOps

DevOps basiert im Wesentlichen auf vier Säulen:

  • Planung und Messung: Dies entspricht der kontinuierlichen Unternehmensplanung auf Basis von Kunden-Feedback und Trends;

  • Entwicklung und Test: Das entspricht der kollaborativen Entwicklung und der kontinuierlichen Prüfung von Software;

  • Freigabe und Bereitstellung: Dies entspricht der kontinuierlichen Bereitstellung von Software von der Entwicklung über die Qualitätskontrolle bis hin zur Produktion - und zwar möglichst effizient und automatisiert. Mit der kontinuierlichen Freigabe und Bereitstellung sollen neue Funktionen für Kunden und Nutzer so schnell wie möglich umgesetzt werden;

  • Überwachen und Optimieren durch kontinuierliches Feedback: Das erstreckt sich über den gesamten Lebenszyklus der Software hinweg und prüft, wie sich Anwendungen in der Produktionsumgebung bewähren und wie sie Kunden annehmen. Die kontinuierliche Rückmeldung von Kunden ermöglicht es dem Unternehmen, agil zu reagieren und seine Pläne und Software-Releases, je nach Feedback und Trends, zu ändern;

Eine der kritischsten Veränderungen in der jüngsten Zeit, die DevOps reifer gemacht haben, ist die Cloud. Sie ermöglicht die IT-Bereitstellung nach Bedarf und ohne Beteiligung des operativen IT-Teams.

Die nächsten großen Schritte für DevOps werden die Bereiche Embedded-Devices und das Internet der Dinge sein. DevOps-Prinzipien werden dabei sicherstellen, dass die eingebettete Software, die an ein Gerät geliefert wird, von höchster Qualität ist und mit den richtigen technischen Spezifikationen versehen ist. In jedem Fall spielt DevOps schon heute eine entscheidende Rolle bei Ihrer digitalen Transformation.