Erfolgreiche Transformation

Der richtige Ansatz zur Digitalisierung

Blog Post
   18. Juni 2017
Wir kennen alle die Geschichte der Titanic - des berühmten Passagierschiffs, das auf seiner Jungfernfahrt sank. Der große Fehler war, dass sich die Mannschaft nur auf das verließ, was sie mit bloßem Auge sah: die Spitze des Eisbergs. Lesen Sie, warum Unternehmen bei der Digitalisierung in einer ähnlichen Situation sind.

Digitalisierung bietet Unternehmen heute große Chancen. Flexibel einsetzbare Cloud-Technologien, geringe Kosten für Bandbreite und Mobilität, Fortschritte in der Datenanalyse und dem Internet of Things sowie die Verbreitung von offenen, API-basierten Geschäftsmodellen erwecken den Anschein, dass die dicht vernetzte und digitalisierte Welt bereits Realität ist. Doch das ist nur die Titanic-Sicht.

Digitale Transformationen in großem Maßstab muss weit darüber hinaus gehen, Unternehmensprozesse nur oberflächlich zu betrachten und Änderungen etwa nur auf Design- oder App-Ebene auszuführen. Wenn Unternehmen das wahre Potential der digitalen Transformation freisetzen wollen, müssen sie viel mehr verändern und das große Ganze betrachten.

Digitale Transformation ist vielschichtig

Es geht darum, alle Geschäftsprozesse neu zu gestalten und zu vereinfachen, die Anwendungslandschaft anzupassen, sie zu rationalisieren und dann die agilen und robusten Infrastrukturtechnologien einzusetzen, die heute zur Verfügung stehen.

Es geht auch darum, die aktuellen Modelle des Cloud Computing zu nutzen, wenn sie anwendbar sind und APIs einzusetzen, um die Konnektivität zu mehreren Stakeholdern außerhalb des geschlossenen Netzwerks zu erweitern.

Es geht überdies darum, mit den neuesten Analytics- und ITFM-Modellen die wahren Stückkosten einer Transaktion in Pre- und Post-Transformationsszenarien zu ermitteln, und so die Geschäftsvorteile für das Unternehmen genau zu modellieren.

Erfolg und Misserfolg

Wir sehen heute bereits Beispiele für erfolgreiche Transformationen, bei denen die Architekturteams die Abhängigkeiten über alle Unternehmensprozesse hinweg detailliert darstellen und Unternehmen in die Transformation viel Geld stecken - allein schon wegen der hohen Gewinne, die erwartet werden. Forrester nennt als erfolgreiches Digitalisierungsbeispiel die deutsche Fidor Bank, bei der sich Verbraucher in Form von Social Collaboration an der Entwicklung neuer Produkte und Services beteiligen und die neben Klassischem innovative Services wie Twitter-Überweisungen, Social Lending, Social Trading und den Handel mit virtuellen Währungen anbietet. Das geht in die richtige Richtung, aber es braucht Zeit und Geduld - und die Belohnung wird die Mühe wert sein.

Allerdings gibt es auch Beispiele für Misserfolge aufgrund fehlender Planung bei der Prozess-Vereinfachung oder zu geringen Investitionen in die Infrastruktur-Transformation. Kodak ist bekannt dafür, was mit Unternehmen passieren kann, die die Digitalisierung verschlafen. Der Hersteller von Fotografie-Ausrüstung versteifte sich mit seiner beherrschenden Marktpräsenz auf sein Geschäftsmodell, Produkte für die analoge Fotografie zu verkaufen. Mit der Digitalfotografie veschwand Kodak vom Markt.

Wie sonst auch gilt bei der Digitalisierung: Die Erfüllung bestimmter Vorbedingungen ist Voraussetzung für den Erfolg. Wenn man sich nur auf die Spitze konzentriert und die riesige Masse von Eis unter dem Meer ignoriert führt dies zu unkalkulierbaren Risiken, wie bei der Titanic.